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Korsikas Unterwasserflora und -fauna

Korsikas Unterwasserwelt ist unglaublich Artenreich. Was Farbenpracht und Vielfältigkeit angeht braucht sich das Mittelmeer, und vorallem Korsikas einzigartige Küstenregionen keineswegs vor den tropischen Meeren zu verstecken. Sicher begegnet man hier nicht unbedingt Riffhaien oder Rotfeuerfischen, aber dafür halten Korsikas Gewässer andere wunderschöne Dinge für Taucher bereit. Übrigens sind Begegnungen mit Haien vor Korsika zwar äußerst selten aber nicht ausgeschlossen.

Hier nun also eine kleine Übersicht über Korsikas Unterwasserflora &-fauna.

 

Neptungras (Posidonia oceanica)

Das Neptungras ist rund um Korsika sehr verbreitet. Es ist eine Blütenpflanze die auf sandigem Grund beheimatet ist. Ihre Blüten trägt sie im Herbst. Die Neptungrasflächen sind von großer Biologischer Bedeutung, da sie einer Vielzahl kleinerer Tier und Pflanzenarten als Lebensraum und Kinderstube dient.

Schirmalge (Acetabularia acetabulum)

Die Schirmalge bevorzugt felsigen Untergrund in wenig bewegten Flachwasserzonen. Sie wächst in kleineren Gruppen. Das Verblüffende an der bis zu 8 cm großwerdenden Alge ist das sie aus nur einer Zelle mit einem Zellkern besteht.

Schwämme (Spongia)

JBSchwamklDrachenkopf1aIn Korsikas Gewässern gibt es eine Vielzahl verschiedenster Schwammarten. Bei Schwämmen handelt es sich nicht um Pflanzen sondern um eine niedere Tierart. Dennoch sind sie ortsgebunden und verbringen ihr Leben immer an der gleichen Stelle. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Felsen. Und davon hat Korsika etliche. Allen Schwammarten ist gemein das sie ihre Nahrung aus dem Wasser filtrieren. Dafür verfügen sie über zwei Körperöffnungen. Die eine saugt das Wasser an, und die andere strömt das filtrierte Wasser wieder aus.

 

Durchscheinende Seescheide (Clavelina lepadiformis)

Seescheiden gehören zur Familie der Manteltiere, die einzelnd oder in Kolonien auftreten. Es gibt eine vielzahl verschiedenre Seescheidenarten. Stellvertretend erwähne ich hier nur die Durchscheinende Seescheide. Trotz ihres primitiven Aussehens zählt die Seescheide zu den hochentwickelten wirbellosen Tieren. Sie heften sich an Felsen, Hornkorallen und jeden anderen harten Untergrund. Sie kommen bis in Tiefen von 50 m vor.

 

Rote Gorgonie (Paramuricea clavata)

Gorgonien2aBei der roten Gorgonie handelt es sich um eine Korallenart, deren rote Fächer gewaltige Ausmaße annehmen können. Ihre filigranen Zweige sind stark verästelt und beherbergen Millionen von winzigen Polypentierchen die, die Korallen ständig weiter ausbauen. Die Gorgonien wachsen erst ab Tiefen von über 25m, besonders gern an Felsigen Steilhängen.

 

 

Gelbe Gorgonie (Eunicella cavolinii)

Ähnlich der roten Gorgonie, wird allerdings nicht so Groß wie ihre rote Verwante.

Wachsrose (Anemonia sulcata)

Wachsrose1Sie sind schon in geringen Tiefen anzutreffen. Leben tun sie vorwiegend in Nischen zwischen Steinen oder Felsen. Bei ihnen handelt es sich um Nesseltiere, die ihre Beute mit mikroskopisch kleinen giftigen Pfeilen betäuben und mit ihren Tentakeln zur Nahrungsöffnung befördern. Teilweise leben sie in Gemeinschaft mit kleineren Krebstierchen oder kleinen Fischen die bei ihr Schutz suchen.

 

 

Nacktschnecken (Opishobranchia)

JBNacktschnecke1aSie gehören zu den schönsten Meeresbewohnern überhaupt. Auch sie präsentieren sich in den verschiedensten Spielarten. Vom Seehasen der bis zu 30 cm groß werden kann, bis hin zur winzig kleinen Leopardenschnecke die nur sehr schwer zu entdecken ist. Die schönsten Vertreter ihrer Art sind aber die Fadenschnecken. Die "Fäden" sind allerdings ihre Kiemen, die sie auf dem Rücken tragen. Sie existieren in den wunderbarsten Farben. Aber auch sie sieht man aufgrund ihrer geringen Körpergröße meistens nicht auf den ersten Blick .

 

 

 

Große Steckmuschel (Pinna nobilis)

JBSteckmuschel1aSie ist die größte im Mittelmeer anzutreffende Muschel. Mit ihrer länglichen dreieckigen Schale steckt sie senkrecht im Sandigen Untergrund. Teilweise findet man sie auch in Neptungraswiesen. Ihr Äußeres ist stark verkrustet. Sie kann bis zu 90 cm Groß werden.

 

 

 

 

Gewöhnlicher Oktopus (Octopus vulgaris)

JBOctopus1Kaum ein anderer Meeresbewohner hat sich seiner Umgebung so hervorragend angepaßt wie der Oktopus. Er lebt in engen Felsspalten oder kleinen Hölen. Sein Erscheinungsbild ist unverwechselbar, mit seinen acht Armen und dem Ovalen vom Rest des Körpers abgesetzten Kopf, erkennt ihn jedes Kind. Allerdings ist er ein Meister der Tarnung. Anzutreffen ist er bereits in Tiefen von nur wenigen Metern.

 

Europäische Languste (Palinurus elephas)

JBLanguste1Sie dürfte jedem von der Speisekarte eines Fischrestaurants bekannt sein. Aber viel schöner als auf dem Teller sind die großen Krebstiere in ihrem Lebensraum. Sie machen es sich am liebsten in Felsspalten gemütlich, aus denen dann meistens nur ihre langen antennenartigen Fühler herausragen. Sie leben in Tiefen zwischen 10 und 70 Metern.

 

 

 

Roter Eisiedlerkrebs (Dardanus arrosar)

JBEinsiedlerkrebs1Dieser kleine Geselle trägt seine Wohnung stets bei sich. Da nur sein vorderer Körperteil gepanzert ist wie bei allen anderen Krebstieren, muß der Einsiedlerkrebs auf leere Schneckengehäuse zurückgreifen um den weichen Hinterteil zu schützen. also immer genau hinschauen wenn man ein vermeintlich leeres Schneckenhaus aufsammelt, da die Krebse oft sehr klein sind sieht man sie nicht immer sofort. Gelegentlich siedeln sich auch Anemonen auf den Häusern der Krebse an.

 

 

Mittelmeer Muräne (Muraena helena)

JBMurane1aDie Muräne lebt tagsüber in Felsspalten, aus denen nur ihr Kopf herausschaut. Dadurch das sie immer ein leicht geöffnetes Maul haben machen sie einen sehr aggressiven Eindruck. Doch das täuscht, das tun sie lediglich um zu Atmen. Dennoch sollte man die aalförmigen Räuber nicht reizen da sie sehr schmerzhafte Bißwunden verursachen können. Die Tiere werden bis zu 1,5 Meter lang und können einen stattlichen Körperumpfang erreichen.

 

 

Meerpfau (Thalossoma pavo)

Meerpfau1aStellvertretend für die unzähligen Arten der ständigen Begleiter auf den Tauchgängen in Korsikas Gewässern sei hier einer der Farbenfrohesten erwähnt. Der Meerpfau gehört zur Familie der Lippfische. Er hält sich sowohl in der Nähe von Neptungraswiesen auf wie auch auf Felsigem Untergrund, wo er und seine Artgenossen die Algen abweiden. Der Meerpfau erreicht eine Körperlänge von Maximal 25 cm.

 

 

Meerjunker (Coris julis)

Die farbenfrohen Männchen dieser Art werden bis zu 25 cm groß. Die Weibchen erreichen eine Größe von ca. 18 cm. Sie leben im Bereich von der Wasseroberfläche bis in eine Tiefe von 120 m. Wobei sie in den warmen Monaten die oberen Wasserschichten bevorzugen und im Winter in tiefere Regionen wandern. Ernähren tun sich die Meerjunker haupsächlich von kleinen Tieren.

 

Goldstrieme (Scarpa >Boops< salpa)

Die Goldstrieme ist ein Schwarmfisch, der seinen Namen den ca. 12 goldenen Längstreifen auf seinem grau-grünlichen Körper verdankt. Diese Fischart ist sehr verbreitet. Sie ist im Mittelmeer sowie im Atlantik anzutreffen. Goldstriemen bevorzugen geringe Tiefen in Küstennähe. Sie erreichen eine Größe von 25 bis 35 cm. Hauptnahrungsquelle sind Algen die sie abweiden.

 

 

Schriftbarsch (Seranus seriba)

Der Schriftbarsch wird 15 bis 30 cm groß. er bevorzugt Tiefen bis maximal 30 m. Diese Fischart ist ist ein Einzelgänger der sein Terretorium gegen Artgenossen verteidigt. Seinen Namen verdankt er der Zeichnung am Kopf die Schriftzeichen ähnelt.

 

 

Brauner Zackenbarsch (Epinephelus guaza)

Der "Zacki" ist Korsikas am meisten anzutreffender Großfisch. Er lebt vorwiegend auf zacki1Felsigem Terrain wo er in den unzähligen Spalten und Höhlen Schutz findet. Er ist äußerst reviertreu. Seit sie unter Schutz gestellt wurden wächst die Anzahl der Zackenbarsche Gottseidank wieder. Da sie gnadenlos von Unterwasserjägern erlegt wurden, war das ihre einzige Chance zu überleben. Die großen Räuber können über einen Meter lang werden. Dazu haben sie einen sehr Massigen Körper der ihnen ein beeindruckendes Ausmaß verleiht.

 

Großer Drachenkopf (Scorpaena scrofa)

JBGrDrachenkopf1aEr ist der größte Vertreter der Mittelmmer- Skorpionfische. Er ist leicht an seinem Äußeren zu erkennen. Die Rückenflossen verfügen über giftige Stacheln die zur Verteidigung dienen. Sein Gift ist zwar für den Menschen nicht lebensgefährlich, aber soll sehr schmerzhafte Verletzungen hervorrufen. Zu Finden ist er sowohl auf Felsboden wie auch inmitten von Neptungras. Die größten Exemplare seiner Art können bis zu einem halben Meter lang werden.

 

 

Dunkler Gabeldorsch (Phycis phycis)

Gabeldorsche, oder französisch "Mustelle", leben vorwiegend in Felsspalten. Sie sind mustelle1aleicht an ihrer spitz zulaufenden Körperform zu erkennen. Aber noch unverwechselbarer machen sie ihre Barteln, die fast wie kleine Ärmchen aussehen. Sie dienen den Dorschen als Tastorgane. Ihr Lebensraum erstreckt sich über eine Tiefe von 10-ca.600 Metern. Die maximale Größe die sie erreichen können liegt bei ca. 65 cm.

 

 

 

Fotos: Jürgen Beckord, Reiner Holland, D.Deene/Beluga Diving und Till Heidenreich

Alle Fotos sind Urheberrechtilch geschützt.

Diese Seite ist nicht als Biologisches oder Zoologisches Nachschlagewerk gedacht und erhebt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll lediglich eine Vorstellung dessen vermitteln was Taucher/innen in Korsikas Gewässern alles sehen können.

Und dies ist wirklich nur ein ganz kleiner Einblick.

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