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Wissenswertes für Sporttaucher

 

Wer mit Franzosen taucht sollte wissen das diese sehr gern sehr tief tauchen. Und das heißt wirklich Tief. Für einige fängt der Spaß erst bei 40 m an. Das hängt mit der Staffelung der französischen Tauchbrevets zusammen, Niveau 1 Taucher (CMAS* bzw. Open water) dürfen in Begleitung eines CMAS*** bzw. Divemasters nur bis 20m tief tauchen. Niveau 2 (CMAS** bzw. Rescue Diver) bis 35m. Niveau 3 (CMAS*** bzw. Divemaster) können so tief tauchen wie sie für richtig halten, also auch bis 50 oder 70 Meter. Aber keine Angst, das gilt natürlich nicht für alle Franzosen. Ich habe schließlich auch nicht vor hier einen falschen Eindruck zu erwecken. Außerdem habe ich auch schon deutsche Taucher kennengelernt, für die Nullzeittauchgänge und 40 m Maximaltiefe, Fremdwörter waren. Dennoch sollte man sich auf Dekotauchgänge einstellen. Im Ursprungsland des Tauchen herrschen halt etwas andere Sitten. In den mir bekannten Tauchschulen wird aber auf die Einhaltung der Richtlinien geachtet.

Bei Tauchunfällen:

Bei Tauchunfällen sollte die Seenotrettung (Cross Med) unter der Nummer 495201363 alarmiert werden. Oder das Institut für Hyperbare Medizin in Ajaccio, das unter der Nummer 495213702 erreichbar ist. Dort befindet sich auch die einzige Dekokammer auf Korsika. Die Erstversorgung des Verunfallten sollte dabei natürlich nicht vergessen werden. Es ist empfehlenswert eine Zusatzversicherung für Tauchunfälle abzuschließen (sollte soundso jeder Sporttaucher haben). Die Versicherung kann über die Tauchverbände oder über Institutionen wie DAN (Diver Alert Network) Europa abgeschlossen werden. Einen Link zu DAN Europe findet Ihr in der Linkliste.

Das sollte man dabei haben:

Alle Tauchschulen verlangen ein gültiges Ärztliches Attest, das die Tauchtauglichkeit bescheinigt. Außerdem wird das Logbuch und das Tauchbrevet verlangt.

Ausrüstung:

Obwohl das Wasser mit bis zu 24°C recht warm ist, sollte man einen 7 mm Tauchanzug benutzen. Zu empfehlen ist aber mindestens ein 5mm Halbtrockenanzug der für tiefere Tauchgänge auch über eine zusätzliche Weste und Kopfhaube verfügen sollte. Denn die Temparaturunterschiede der verschiedenen Wasserschichten sind erheblich.

Um die Farbenpracht der bewachsenen Felsen und ihrer Bewohner richtig genießen zu können, sollte man eine Unterwasserlampe mitführen.

Unterwasserfotografen sollten sich bereits in ihrer Heimat mit Filmmaterial eindecken, da dies in Frankreich sehr teuer ist.

Ausrüstungsgegenstände wie Blei und Pressluftflaschen kann man getrost zu Hause lassen, da das Leihmaterial an den Tauchbasen in sehr gutem Zustand ist.

Fast alle Tauchclubs stellen Leihausrüstung zur Verfügung. Vom Anzug bis zum Tauchcomputer wird alles gegen eine geringe Gebühr verliehen.

Mit dem eigenen Boot unterwegs:

In Frankreich gelten die Europaweiten Bestimmungen zum Führen eines Sportbootes. Der Sportbootführerschein sollte immer mitgeführt werden, da die Küstenwache gelegentliche Kontrollen durchführt. Beim Ankern an einem Tauchplatz muß entweder die internationale Tauchflagge "Alpha" gesetzt werden, oder die alte Tauchflagge (Rot mit weißem Diagonalstreifen).

Da es auf Korsika häufig zu schweren Waldbränden (vorallem in den Sommermonaten) kommt, werden Löschflugzeuge zu deren Bekämpfung eingesetzt. Die Löschflugzeuge tanken ihr Löschwasser in den Küstengewässern auf. Sie haben absolute Priorität gegenüber dem Schiffsverkehr.

Wer von einem in Deutschland registriertem Boot taucht, unterliegt nicht der französischen Gesetzgebung für den Tauchsport, muß sich aber trotzdem über Tauchverbootszonen informieren, und diese Beachten.

Schutzgebiete und Tauchverbote:

Taucher die in Eigenregie unterwegs sind, und nicht die Dienste einer der Tauchschulen in Anspruch nehmen, sollten sich bei den Hafenämtern oder bei Affairs Maretime über die Schutzzonen informieren. Bei den genannten Einrichtungen gibt es kostenlose Info Broschüren, die über die genauen Positionen der Schutzgebiete Auskunft geben. Wer sich nicht an das Tauchverbot in den ausgewiesenen Gebieten hält muß mit hohen Geldstrafen rechnen.

Unterschieden wird unter Naturschutzgebieten und Fischereizonen. Generell ist das Tauchen in den Fischereizonen verboten (gilt auch für Apnoetauchen). Außerdem ist jegliche Art des Fischfangs verboten.

Im Naturschutzgebiet Scandola ist das Tauchen und das Fischen untersagt. Im Naturschutzgebiet der Lavezziinseln ist die Unterwasserjagt untersagt. Fischerei und Ankerung unterliegen Auflagen. Das Tauchen ist gestattet.

Unterwasserjagt:

Ich persönlich finde die Unterwasserjagt ziemlich überflüssig, wer anderer Ansicht ist, sollte aber wenigstens über einiges Grundlegendes bescheid wissen.

Wer die Unterwasserjagt betreiben will, braucht eine Genehmigung der französischen Behörden, muß ein Mindestalter von 16 Jahren haben, sowie eine Haftpflichtversicherung. Es ist untersagt, mit Atemgerät zu harpunieren. Harpune und Presslufttauchgeräte dürfen auch nicht gemeinsam auf einem Boot transportiert werden. Es dürfen keine Pressluftharpunen verwendet werden. Gespannte Harpunen haben außerhalb des Wassers nichts zu suchen. Annäherung mit Harpune an badende Personen, sowie an Fischerboote oder Fischernetze um weniger als 150 Meter ist verboten.

Geschützte Spezies in Korsikas Gewässern:

Seezikade (Scyllarides latus), Seedattel (Litophaga litophaga), Große Perlmutter (Pinna nobilis), Schwarzer Zackenbarsch (Epinephelus guaza), Diadem-Seeigel (Centrostephanus longispinus), Riesen Napfschnecke (Patella ferruginea), Posidonie (Posidonia oceanica), Meeresschildkröte (Caretta caretta), sowie alle Meeressäugetiere.

Spezies deren fang Vorschriften unterliegen: Meeresspinne (Maia squinado) Fang verboten vom 1.5.-31.5. , Languste (Parinurus elephas) Fang verboten für Taucher und Unterwasserjäger. (Quelle:corsica.net)

 

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